Die Ente vom Drehspieß (Rotisserie) ist ein kulinarisches Highlight, das die Vorteile Ihres Napoleon Grills perfekt zur Geltung bringt. Die stetige Rotation sorgt für eine unvergleichlich krosse Haut und ein saftiges Fleisch, da das Fett gleichmäßig abtropft. Dieses Rezept kombiniert klassische Aromen von Äpfeln und Orangen mit einer einfachen, aber wirkungsvollen Rotwein-Ahornsirup-Glasur. Ein festlicher Braten, der Ihre Gäste begeistern wird – mit minimalem Aufwand, aber maximalem Geschmackserlebnis!
Vorbereitung und Füllung
Saucen- / Glasur-Ansatz
Auffang- / Aromabräter
Ertrag 1 Ente (4 Personen)
1. Ente vorbereiten:
Die Ente innen und außen gründlich waschen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Überschüssiges Fett (besonders am Hals und Bürzel) entfernen.
2. Würzen
Die Ente innen und außen großzügig mit Salz und Pfeffer einreiben.
3. Füllen:
Die Äpfel, die Hälfte der Orangenscheiben, die Zwiebel und den angedrückten Knoblauch in die Bauchhöhle der Ente geben.
4. Fixieren:
Die Öffnung der Ente mit Küchengarn verschließen oder mit kleinen Spießen und Garn kreuzweise vernähen, damit die Füllung beim Grillen nicht herausfällt.
Die Ente aufspießen und fixieren
5. Aufspießen: Den Drehspieß mittig durch die Ente stechen. Achten Sie darauf, dass der Spieß durch die Brustknochen geht, um Stabilität zu gewährleisten.
Die Fleischklammern (Gabeln) fest in die Ente drücken und mit den Feststellschrauben am Spieß sichern. Die Ente muss absolut fest und ausbalanciert auf dem Spieß sitzen, damit sie sich gleichmäßig dreht.
Hinweis: Flügel und Keulen fixieren: Um ein Flattern oder Verbrennen der Extremitäten zu verhindern, die Flügel und Keulen fest mit Küchengarn an den Körper binden.
6. Grill vorbereiten: Den Napoleon Grill für indirekte mittlere Hitze (ca. 160°C - 180°C}) vorbereiten.
7. Auffangschale platzieren: Eine große Tropfschale (Aluminium oder eine Napoleon-Auffangwanne) mittig unter die Ente stellen. Das Suppengrün, Lorbeerblatt und die Brühe in die Schale geben. Dadurch entsteht Dampf, der die Ente saftig hält, und Sie erhalten eine tolle Basis für die spätere Soße.
8. Spieß starten: Den Drehspieß in den Grill einsetzen und den Rotisserie-Brenner (falls vorhanden) oder die äußeren Hauptbrenner auf mittlere Stufe stellen. Den Deckel schließen.
9. Glasur anrühren: Rotwein, Ahornsirup, Sojasauce und optional den geriebenen Ingwer vermischen.
10. Glasieren: Nach ca. 60 Minuten die Ente das erste Mal mit der Glasur bepinseln. Diesen Vorgang alle 20-30 Minuten wiederholen. Die Zucker im Ahornsirup sorgen für eine wunderschöne, dunkle und knusprige Kruste.
Die Kerntemperatur prüfen
Die Gesamtgarzeit beträgt je nach Größe der Ente und Außentemperatur ca. 1,5 bis 2,5 Stunden..
Die Ente ist fertig, wenn sie eine Kerntemperatur von 80°C bis 85°C im dicksten Teil der Keule erreicht hat. Nutzen Sie dafür ein zuverlässiges Grillthermometer.
Kleiner Tipp: Für eine extra-knusprige Haut können Sie die Ente in den letzten 10 Minuten der Garzeit (nach Erreichen der Kerntemperatur) bei höherer Hitze (ca. 200°C) mit dem Rotisserie-Brenner oder den Hauptbrennern von den Seiten noch einmal kross braten. Achtung: Dabei nicht glasieren!
Sobald die Temperatur erreicht ist, den Spieß aus dem Grill nehmen und die Ente vorsichtig von den Spießen befreien. Die Ente in Alufolie einwickeln und 10-15 Minuten ruhen lassen. So verteilen sich die Fleischsäfte ideal.
Zutaten für die Sauce
Zubereitung der Sauce
1. Die Basis klären
* Sud abgießen: Den gesamten Inhalt der Auffangschale vorsichtig in einen Topf gießen. Das Suppengrün, Knochensplitter und Fettreste müssen jetzt entfernt werden.
* Passieren: Den Sud durch ein feines Sieb in einen neuen, sauberen Topf passieren. Drücken Sie die Suppengemüse-Reste leicht aus, um alle Flüssigkeiten zu gewinnen.
* Entfetten (optional): Lassen Sie den Sud kurz stehen, damit sich das Fett oben absetzt. Schöpfen Sie das überschüssige Entenfett ab – lassen Sie aber 1 Esslöffel als Geschmacksträger in der Flüssigkeit.
2. Reduzieren und Aromatisieren
* Reduktion starten: Den passierten Sud auf mittlerer Hitze zum Köcheln bringen und offen für 5–10 Minuten einkochen lassen, bis die Flüssigkeit um etwa ein Drittel reduziert ist und der Geschmack intensiviert.
* Rotwein hinzufügen: Den Rotwein zum Sud geben und für weitere 2 Minuten kräftig köcheln lassen, um den Alkohol zu verdampfen.
3. Binden und Abschmecken
* Stärke anrühren: Die Speisestärke in dem kalten Wasser glatt verrühren (eine "Stärke-Suspension" oder Slurry herstellen).
* Binden: Den Topf vom Herd nehmen und die angerührte Stärke tröpfchenweise unter ständigem Rühren mit einem Schneebesen zur Sauce geben, bis die gewünschte Dicke erreicht ist. Die Sauce sollte leicht sämig sein. (Wichtig: Sie bindet erst beim Kochen, also ggf. noch einmal kurz aufkochen.)
* Verfeinern: Optional die Sahne (oder Crème fraîche) einrühren. Dies macht die Sauce heller und milder.
* Abschmecken: Die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken. Je nach Süße der Glasur kann eine Prise Zucker oder ein Schuss Zitronensaft nötig sein, um die Balance zu finden.
Servier-Tipp: Gießen Sie die fertige Sauce in eine Sauciere und reichen Sie sie separat zur tranchierten Ente und den Beilagen.