Langzeittest: Traeger Pro D2 780 Pellet Grill (Black)

Seit September 2020 begleitet mich der Traeger Pro D2 780 Black regelmäßig beim Grillen und Smoken. Zeit also für ein ehrliches Fazit nach mehreren Jahren intensiver Nutzung.


Verarbeitung & Langlebigkeit

Der Traeger macht auf Anhieb einen soliden und zuverlässigen Eindruck. Die Verarbeitung ist sehr sauber, alle Teile passen gut zusammen und auch nach mehreren Jahren im Einsatz zeigt sich keine Korrosion oder nennenswerter Verschleiß.

 

Das verwendete Blech hat eine mittlere Stärke – stabil genug, aber eben nicht stark wärmeisolierend. Dadurch verliert der Grill bei kalten Außentemperaturen schnell an Wärme und verbraucht deutlich mehr Pellets im Winter.

 

Die große Grillfläche ist ein echter Pluspunkt – ideal für mehrere Fleischstücke, Beilagen oder große BBQ-Sessions. Besonders praktisch finde ich auch den nachrüstbaren Klapptisch, den ich mir zusätzlich gegönnt habe. Damit hat man direkt am Grill eine stabile Ablage- und Arbeitsfläche.

 

Brot aus dem Smocker



Was mir gefällt

  • Solide Verarbeitung: Nach Jahren im Einsatz keine Roststellen oder Schäden – sehr gute Materialqualität.
  • Große Grillfläche: Perfekt für Feiern oder wenn mehrere Gänge gleichzeitig zubereitet werden.
  • Zuverlässige Steuerung: Temperatur lässt sich präzise einstellen und wird konstant gehalten.
  • Klapptisch-Option: Nützliches Zubehör, das den Grill im Alltag deutlich aufwertet.
  • Optisch robust: Edelstahlteile und Lack halten auch Witterung gut stand.


Was mir nicht gefällt

  • Rauch beim Startvorgang: Während des Anheizens entsteht eine sehr starke Rauchentwicklung. Unter Terrassendächern oder in geschlossenen Bereichen kann das unangenehm werden, da man schnell in der Rauchwolke steht.
  • Raucharm beim Betrieb: Sobald die Zieltemperatur erreicht ist, arbeitet der Grill sehr rauchfrei – fast zu sauber. Das führt zu einem recht milden Rauchgeschmack, was für ein Pelletgerät enttäuschend sein kann.
  • Pelletverbrauch & Folgekosten: Der Traeger ist ein echter Pellet-Fresser. Besonders im Winter (wegen der mäßigen Wärmedämmung) gehen große Mengen durch, was sich auf Dauer im Geldbeutel bemerkbar macht.
  • WLAN-Probleme: Bei mir hat sich der Grill nie zuverlässig mit dem WLAN verbinden lassen. Dadurch gibt’s auch keine Warnung, wenn die Pellets zur Neige gehen.
  • Strombedarf: Ohne Strom läuft nichts – Lüfter, Steuerung und Förderschnecke benötigen dauerhaft Energie.

Traeger Pelletgrill (www.Barrybbq.de)



Mein Fazit nach über 3 Jahren

Der Traeger Pro D2 780 ist ein technisch solider Pelletgrill mit viel Platz und komfortabler Steuerung, ideal für Nutzer, die ein sauberes, konstantes Grillerlebnis wünschen. Wer aber den kräftigen Rauchgeschmack klassischer Smoker sucht oder Pelletkosten gering halten will, wird hier weniger glücklich.

✅ Pluspunkte: große Fläche, top Verarbeitung, zuverlässige Technik.

❌ Minuspunkte: hoher Pelletverbrauch, wenig Rauchgeschmack, WLAN-Zickerei.

 

Bewertung: ⭐ 6,5 / 10 Punkten – guter Grill für komfortables BBQ, aber mit deutlichen Schwächen beim authentischen Smoke-Charakter.